Ladestationen auf Sardinien
Ladestation für E-Autos mit acht Typ 2-Anschlüssen im Hafen von Cagliari.   Foto: Münch
 

Mit Wind und Sonne reichlich gesegnet

Elektromobilität im Mittelmeer

Wenn man sich ständig mit Elektromobilität beschäftigt, dann fällt einem natürlich jede Ladestaion sofort auf. Auch fern der Heimat. Was ich aber während einer kleinen Wanderreise im Mai 2018 im Süden Sardiniens sah, kam doch ziemlich überraschend: eine E-Tankstelle mit acht Typ 2-Anschlüssen a 22 kw im Hafen der italienischen Mittelmeer-Insel.

So eine große öffentliche Stromtankstelle muss man in Deutschland schon suchen. Mein Interesse war geweckt. Und die schnelle Recherche ergab, dass es nicht weit vom Hafen entfernt sogar noch eine zweite Station dieser Größenordnung mit acht Steckplätzen gibt. Weitere kleinere  Elektro-Tankstellen mit 22 kw-Anschlüssen existieren in Bari Sardo an der Ostküste, in den Städten Olbia und Porto Cervo im Nordosten sowie in Alghero an der Westküste des Eilands. Im Inselinneren gibt es außerdem eine 11 kw-Station in Nuoro. 

Zoe, Smart und EZGO-Karren

Außer dem Renault Zoe und dem E-Smart, die garade ihre Akkus im Hafen von Cagliari aufluden, habe ich während der Woche auf Sardinien nur noch einige elektrische EZGO-Gepäck-Transporter auf verschiedenen Hotelgeländen gesehen. Allerdings war unser Aufenthalt auch auf die Natur an der Südküste beschränkt. Da Sardinien mit viel Wind und Sonne gesegnet ist, würde sich hier  elektrisches Fahren mit regenerativer Energie anbieten, zumal die Spritpreise an den Tankstellen noch deutlich höher waren als in Deutschland. Einige Windräder habe ich auch gesehen, aber nur wenige Dächer mit Photovoltaikanlagen. Das ist sicherlich ausbaufähig.   

 

So sehen die 22 kw-Ladesäulen im Hafen von Cagliari aus.                         Foto: Münch

 

Elektrischer EZGO-Gepäckkarren auf einem Hotelgelände in Süd-Sardinien.  Foto: Münch

So sind die öffentlichen Ladestationen auf Sardinien verteilt. Die Entfernung zwischen den großen Städten im Norden und Süden, Olbia und Cagliari, beträgt immerhin 263 Kilometer auf der Hauptverbindung. Mit einem Elektroauto der neusten Generation sicher kein Problem. Mit älteren E-Autos müsste eine Inselrundfahrt schon gut geplant werden. Strom gibt es natürlich auch in jedem Hotel, falls die Hotelbetreiber bereit sind, ihn zu verkaufen.

 

Renault Zoe lädt im Hafen von Cagliari.  Foto: Münch

 

E-Smart an der Ladestation in Cagliari.  Foto: Münch

 

 

Im Reiseteil dieser Homepage gibt es zwei Bilder-Galerien von der Insel:

 

 

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